Infos

Es gibt schon so viele gute Seiten mit Infos über Wellensittiche, deshalb möchte ich das Thema nur kurz anschneiden. Weitere Infos unter Links!

Wo komme ich her?

Die ursprüngliche Heimat des wild lebenden Wellensittich (Hansi Bubi) sind die trockene Landschaften im inneren von Australien. Sie leben dort in große Schwärmen zusammen.


Bin ich das richtige Haustier für dich?

Wellensittiche sind ideal für Kinder ab 8 Jahren. Sie sind sehr zutrauliche und lebhafte Lebewesen. Bei intensiver Zuwendung werden sie sehr zahm.
Die Lebenserwartung ist ca. 10 Jahre.


Worauf solltest du achten?

Wellensittiche brauchen genügend Platz in ihrem Käfig. Je größer desto besser. Am besten ist natürlich eine Innenvoliere, die dann auf den Platz zugeschnitten selber gebaut werden kann. Aber trotzdem sollte der tägliche Freiflug nicht fehlen.
Der Käfig sollte an einem ruhigen Ort stehen, geschützt vor Küchendunst u. Tabakrauch.
Als Sitzstangen eignen sich am besten Naturhölzer (von ungespritzten Obstbäumen)  – vorher bitte abkochen. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht an allen Stellen den gleichen Durchmesser haben und somit die Krallen natürlich abgenutzt werden. Über Spielzeug freuen sich Wellis sehr wie z.B. Leitern, Seile etc. Bitte keine Spiegel oder Plastikvögel anbringen. Sie ahmen den Partnervogel nach. Der Wellensittich wird versuchen ihn zu füttern, was zu einer Kropfentzündung führen kann.
Unverzichtbar: Das täglich frisch gereichte Futter und Wasser. Obst und Gemüse jeden Tag einfach in die Gitterstäbe klemmen.
Ein Badehäuschen wird nach anfänglichen Ängsten in der Regel auch sehr gerne besucht.
Der Käfig sollte 1x die Woche gereinigt werden, wenn stark verschmutzt auch mehrmals. Mit Desinfektionsmittel (z.b.vom Zooladen) nach der Reinigung einsprühen und Wirkungsdauer wie angegeben abwarten.


Der Wellensittich zieht ein. Was nun?

Der Wellensittiche sollte die ersten paar Tage im Käfig bleiben damit er sich an sein neues Zuhause gewöhnen kann. Rote Kolbenhirse als Leckerli kann man schon vorsichtig anbieten. Wenn er zurückweicht sollten wir das akzeptieren und zu einem späteren Zeitpunkt wieder versuchen. Nie mit Gewalt den Vogel einfangen oder in scheuchen. Dann kann man wieder von vorne anfangen. Am besten so oft wie möglich versuchen bis er das erste Körnchen vom Finger frisst. Dann ist die erste Hürde geschafft. Je mehr du dich mit ihm beschäftigst um so schneller klappt es auch mit dem zahm werden. Es gibt allerdings Tiere, die wollen einfach nicht auf die Hand was man dann auch so hin nehmen muss.
Vorsicht beim ersten Freiflug! Fenstergardinen zu ziehen! Der Vogel erkennt die Scheiben nicht und fliegt dagegen. Viel Zeit einplanen für den ersten Freiflug und gut beobachten. Er wird, wenn er Hunger hat auch wieder in seinen Käfig zurückkehren. Oder aber man hängt in den Käfig eine Leckerli, dass er nicht ablehnen kann.


Was fresse ich?

In jeder Zoohandlung oder im Internet gibt fertige Körnermischungen für Wellensittiche. Um zu testen ob das Futter gut ist kann man es einfach einmal Keimen lassen. Keimt es, ist es frisch und gut für unsere Lieblinge, wenn nicht ist es wahrscheinlich schon alt und sollte dann nicht verfüttert werden. Keimfutter fressen sie auch sehr gern, es sollte allerdings nicht zu nass verfüttert werden.
Vogelsand (Grit) darf natürlich auch nicht fehlen. Man kann ihn in einer Schale oder auf den Boden anbieten. Sie benötigen diesen um im Magen die Körner weiter zu zerkleinern.
Kalksteine oder Sepiaschalen sollten auch immer angeboten werden. Aber bitte auch wenn sie nicht so viel benutzt werden nicht so lange im Käfig lassen. Wir benützen unsere Zahnbürsten ja auch nicht ein Jahr lang ;)

Wie oben schon erwähnt sind Wellensittiche Schwarmtiere und sollten immer mindestens zu Zweit sein. Ein Mensch kann den Partner nie ersetzten. Aus diesem Grund gebe ich meine Wellensittiche auch nicht in Einzelhaltung ab.

Ich gebe meinen Wellensittichen außerhalb der Zucht 1x in der Woche ein Vitamin Pulver über das Futter. Ich finde es besser es übers Futter zu reichen als übers Wasser, da ich sicher stellen kann das es auch genug aufgenommen wird. Außerdem gehen die Vitamine im Wasser nach einigen Stunden verloren.


Keimen mit einem Keimautomat

Körner vorher gut im Sieb ausspülen. Anschließend in den Keimautomat verteilen.
Immer mal wieder Wasser durchlaufen lassen. Bei guter Körnerqualität wächst es nach ca. 2-3 Tagen. Die Sprösslinge nur wenig aus der Hülle kommen lassen – so mögen es die Tiere am liebsten. Später wird der Spross bitter. Wichtig: vor dem verfüttern gut abtrocknen oder mit einem Papiertuch abtupfen, so nehmen sie es eher an. Den Keimautomaten bekommt man entweder im Internet oder im Zooladen – ich hab ihn bei ebay ersteigert.


Keimen mit der Siebmethode

Körner in ein Sieb geben und gut ausspülen. Sieb (mit Körner) in ein mit Wasser gefüllten Behälter geben und dort 12 Stunden oder mehr drin quellen lassen. Zwischendurch immer mal wieder Wasser wechseln und ausspülen. Nach 2-3 Tagen sollte es aufkeimen. Dann kann es abtrocknen und verfüttert werden.

Aber für welche Methode du dich entscheidest – deine Wellis werden es dir danken.

Falls noch Fragen offen sind einfach in den FAQ nachschauen oder eine Mail an mich.
Ich antworte so schnell es geht.